2. Welt · Die Welt der kognitiven Ziellosigkeit
In der Welt der kognitiven Ziellosigkeit werden die Bewegungen der Betroffenen dieser mittelschweren bis schweren Demenz zunehmend nicht mehr mit Absicht oder Überlegung durchgeführt. Die Bewohner sind zwar wach, antworten zum Teil adäquat auf gestellte Fragen, reagieren auf Handlungen oder Objekte in elementarer Art und Weise, indem sie zum Beispiel auf einem angebotenen Stuhl Platz nehmen. Doch gibt es zunehmend keine Anzeichen einer wirklich bewussten Handlung. Die Bewegungen wirken vielmehr ziellos.
Aus dem gesamten Verhalten schwer demenzbetroffener Menschen resultiert eine Art „zielloses Wandern“, der Betroffene ist scheinbar ständig auf der Suche nach etwas.
Weil der Sinn für Eigentum und Privatsphäre abnimmt, nehmen Alzheimerkranke in dieser mittleren Demenzphase oft fremde Gegenstände oder Kleider an sich, gehen in fremde Zimmer und legen sich in fremde Betten. Auch der Toilettengang kann in dieser Phase nicht mehr selbständig erledigt werden; häufig findet der Stuhlgang oder Wasserlösen mitten in öffentlichen Räumen statt. In nicht spezialisierten Heimen kann dies zu Streit mit den nicht dementen Menschen führen.